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Warum muss die CO₂-Detektion bei 4,26 μm erfolgen? Die Wellenlängenlogik hinter der Infrarot-Gassensorik

Warum muss die CO₂-Detektion bei 4,26 μm erfolgen? Die Wellenlängenlogik hinter der Infrarot-Gassensorik

07.07.2026

Warum muss die CO₂-Detektion bei 4,26 μm erfolgen? Die Wellenlängenlogik hinter der Infrarot-Gassensorik

Jeder, der sich mit Gassensorik beschäftigt, weiß, dass die Infrarotdetektion eine der genauesten und störungsresistentesten Methoden ist, die heute verfügbar sind.

Aber fragen Sie sie Folgendes: Warum 4,26 μm für CO₂, 3,3 μm für Methan, 4,67 μm für CO – woher kommen diese Wellenlängen, und kann man eine andere wählen? Die meisten können darauf keine Antwort geben. Sie werden sagen: „Das ist einfach gängige Praxis in der Branche.“

Das ist keine Übungssache. Das ist Physik. Und nur wer das versteht, kann das Datenblatt eines Infrarot-Gasdetektionsfilters richtig lesen und kostspielige Fehler bei der Auswahl vermeiden.


Jedes Gas hat seinen eigenen "Infrarot-Fingerabdruck".

Gasmoleküle zeigen im Infrarotbereich ein grundlegendes physikalisches Verhalten: Stimmt die Frequenz des einfallenden Lichts mit der Eigenfrequenz des Moleküls (Schwingung oder Rotation) überein, absorbiert das Molekül diese spezifische Frequenz stark. Dies wird als Resonanzabsorption bezeichnet.

Unterschiedliche Molekülstrukturen weisen unterschiedliche Eigenschwingungsfrequenzen und somit unterschiedliche Absorptionsmaxima im Infrarotspektrum auf. CO₂ besitzt eine starke Biegeschwingung mit einem Absorptionsmaximum bei 4,26 μm. Methan (CH₄) absorbiert aufgrund seiner C-H-Streckschwingung bei etwa 3,3 μm. CO absorbiert bei 4,67 μm. Diese Eigenschaften sind durch die Molekülstruktur bedingt und bleiben unabhängig vom verwendeten Sensor oder Filter unverändert.

Das Grundprinzip der Infrarot-Gasmessung ist einfach: Infrarotlicht einer bestimmten Wellenlänge wird durch das Zielgas geleitet, die Abschwächung der Lichtintensität am Absorptionsmaximum gemessen und daraus die Gaskonzentration berechnet. Dieses Verfahren wird als nichtdispersive Infrarotdetektion (NDIR) bezeichnet. Es bietet hohe Empfindlichkeit, starke Unempfindlichkeit gegenüber Störungen, benötigt keine Verbrauchsmaterialien und zeichnet sich durch hervorragende Langzeitstabilität aus – daher hat es sich zur Standardtechnologie für die Gasmessung in der Industrie und Umweltüberwachung entwickelt.


Welches Problem löst der Filter tatsächlich?

Die Lichtquelle in einem NDIR-System ist typischerweise ein Breitband-Infrarotstrahler – er emittiert nicht nur die Zielwellenlänge, sondern ein breites Spektrum, das den gesamten mittleren Infrarotbereich abdeckt. Ohne Wellenlängenauswahl am Empfänger erfasst der Sensor ein Gemisch aller Wellenlängen, und es lassen sich keine aussagekräftigen Absorptionsinformationen des Zielgases gewinnen.

Die Aufgabe eines Infrarot-Gasdetektionsfilters besteht darin, direkt vor dem Detektor eine präzise Wellenlängenselektion vorzunehmen – er lässt nur das schmale Spektrum um das Absorptionsmaximum des Zielgases durch, während alle anderen Wellenlängen ausgeblendet werden. Nur so lassen sich Änderungen des Detektorsignals eindeutig Änderungen der Zielgaskonzentration zuordnen.

Ein Detail wird oft übersehen: der Referenzkanal.

Ein gut konzipiertes NDIR-System verwendet typischerweise zwei Kanäle. Ein Detektionskanal ist auf das Absorptionsmaximum des Zielgases ausgerichtet. Ein zweiter Referenzkanal befindet sich bei einer Wellenlänge, bei der das Zielgas nicht absorbiert. Durch die Berechnung des Verhältnisses der beiden Signale werden systematische Fehler – wie etwa durch Alterung der Lichtquelle, Verschmutzung der Messfenster und Temperaturdrift – effektiv kompensiert. Jeder Kanal benötigt einen präzisen Schmalbandfilter, und die Übereinstimmung von Mittenwellenlänge, Bandbreite und Transmissionsgrad zwischen den Kanälen bestimmt direkt die endgültige Messgenauigkeit.


Drei Fallstricke bei der Filterauswahl, die wirklich zählen

1. Toleranz der Mittenwellenlänge

Das Absorptionsmaximum von CO₂ bei 4,26 μm ist nicht sehr breit. Verschiebt sich die Mittenwellenlänge des Filters, erfasst das transmittierte Licht nur den Rand des Maximums anstatt dessen vollständiges Spektrum. Das resultierende Absorptionssignal ist schwächer, und die Nachweisempfindlichkeit sinkt. Bei Anwendungen mit niedrigen Konzentrationen – wie beispielsweise der Überwachung der Raumluftqualität im Bereich von 400–5000 ppm – kann dies den Sensor im unteren Messbereich praktisch unbrauchbar machen.

Die Gasdetektionsfilter von MULTI IR werden mit einer Mittenwellenlängentoleranz von ±20 nm (für mittlere Infrarotbänder) und einer maximalen Transmission von über 85 % gefertigt. Diese Spezifikationen wurden durch Praxistests validiert und sind nicht willkürlich gewählt.

2. Bandbreitenauswahl

Eine geringere Bandbreite ermöglicht eine bessere Wellenlängenselektivität und eine stärkere Unterdrückung von Störungen benachbarter Spektralbänder. Ist die Bandbreite jedoch zu gering, sinkt der optische Durchsatz, was das Signal-Rausch-Verhältnis in Systemen mit begrenzter Sendeleistung verschlechtert. Für die Detektion einzelner Gaskomponenten (z. B. CO₂) ist eine Halbwertsbreite von etwa 150–200 nm in der Regel ausreichend. Bei der Detektion mehrerer Komponenten oder in Szenarien mit nahe beieinander liegenden Absorptionsmaxima ist eine geringere Bandbreite erforderlich, um die Kanäle sauber zu trennen.

3. Anpassung von Blockiertiefe und Blockierbereich

Dies wurde bereits kurz angesprochen, aber es gibt ein spezielles Szenario bei der Gasdetektion, das besondere Aufmerksamkeit verdient: Wasserdampf.

Wasserdampf absorbiert im gesamten mittleren Infrarotspektrum, einschließlich des Bereichs um das CO₂-Absorptionsmaximum bei 4,26 μm. Wenn der Filter die Absorptionsbanden des Wasserdampfs nicht ausreichend blockiert, können Änderungen der Umgebungsfeuchtigkeit das CO₂-Signal beeinflussen und zu Fehlmessungen führen. In Umgebungen mit hoher Luftfeuchtigkeit muss dies bereits bei der Filterauswahl überprüft werden – und darf nicht erst bei der Fehlersuche im System festgestellt werden.


Eine häufig gestellte Frage: Warum nicht einfach einen Breitbandfilter verwenden?

Manche mögen denken: Wenn es darum geht, das Zielband durchzulassen, wäre dann nicht ein einfacher Langpass- oder Kurzpassfilter einfacher?

Bei Anwendungen mit geringen Präzisionsanforderungen mag das zutreffen. Bei der NDIR-Gasdetektion hingegen üblicherweise nicht. Der Grund ist einfach: Breitbandübertragung lässt mehr Hintergrundstrahlung zum Detektor gelangen, wodurch die Signalbasislinie ansteigt und das effektive Signal-Rausch-Verhältnis sinkt. Um bei niedrigen Konzentrationen eine ausreichende Empfindlichkeit zu gewährleisten, ist ein Schmalbandfilter unerlässlich.

Deshalb werden NDIR-Gassensoren immer als hochintegrierte optische Systeme konzipiert – Lichtquelle, Gaszelle, Filter und Detektor – jeder Komponentenparameter dient der endgültigen Detektionsgenauigkeit, und jede Entscheidung beeinflusst die übrigen Parameter.


Gasdetektion erscheint auf den ersten Blick wie ein Elektronikproblem. Im Kern beruht sie jedoch auf Optik und Physik.

Die Angaben in einem Datenblatt basieren auf Molekülspektroskopie, Dünnschichtoptik und Systemintegration. Das Verständnis dieser Grundlagen schützt Sie davor, sich von einem einzelnen, attraktiven Transmissionswert irreführen zu lassen.


Wenn Sie einen NDIR-Gassensor entwickeln oder Filterlösungen verschiedener Anbieter evaluieren, wenden Sie sich bitte direkt an das technische Team von MULTI IR. Wir führen alle gängigen Gasmessbereiche – CO₂, CH₄, CO, NO₂ und weitere – und bieten kundenspezifische Entwicklungen basierend auf Ihren spezifischen Systemparametern inklusive gemessener Spektralkurven an.

Die richtige Wahl treffen. Die richtige Messung vornehmen.


MULTI-IR
Nationales, spezialisiertes und hochentwickeltes Unternehmen vom Typ „Kleiner Riese“.
Über 10.000 verschiedene infrarotempfindliche Bauteile auf Lager
Weltweit unter den Top 3 in Bezug auf die umfassende Stärke
Hauptverfasser des Industriestandards für Infrarotfilter

Webseite: www.mirhz.com
Globale Website: www.miroptech.com